28.05.09

Die Furchen der Finanzkrise, die Schweinepest und deutschsprachige Reisegruppe im Nacken



Die heutige Ausflugstour mit deutscher Reisebegleitung (Ludwig aus Bayern) zeigte uns erneut, wie sehr die Finanzkrise die Tourismusbranche mit den wegbleibenden Urlaubern beutelt und uns die Tour wohl um einiges angenehmer macht, da man vermutlich kaum sonst so durch das zum Teil leere Singapur und in so entspannter Ruhe durch den australischen Regenwald schlendern kann. Anders hingegen ist die Stimmung ausgelöst durch die Schweinegrippe, dessen Ausbrauch uns schon des Öfteren verfolgte. An allen bisher passierten Flughäfen gab es Flyer mit Notrufnummern, sichtbar aufgebaute Quarantänestationen und jedes Mal wurden wir von einer Wärmebildkamera auf auffällig warme, mit Influenza verseuchte, Körperstellen durchsucht. Seit gestern ist bekannt, dass ein Kreuzfahrtschiff vor Cairns, an dessen Deck es Schweinegrippe-Ausbrüche gab, momentan nicht in den Hafen anlegen darf. Außerdem sind die Touristenzahlen aus Asien massiv auf Grund von Epidemiewarnungen eingebrochen, was uns wiederum diesen ruhigen Urlaub ermöglicht.


Die heutige Regenwaldtour mit Gondel- und Zugfahrt hatten wir schon in Deutschland gebucht und wir waren auf unsere deutsche Reisegruppe sehr gespannt, die, auch mit Österreichern und Schweizern gemischt, sich mal wieder typisch deutsch verhielt und uns beiden zahlreiche köstlich amüsante Momente bescherte. Diese begannen bei Nörgeleien über das Programm der letzten Tage und dem Bemängeln des schlechten Durchgreifens der Reisebegleitung, die auf ein Ehepaar eine Stunde vor dem Hotel wartete und nicht, wie gefordert, es einfach ohne Informierung zurückließ. Außerdem wurde das Fehlen von in Deutschland doch so billig zu erhaltenen Regenponchos angesprochen und das egoistische Verhalten des Österreichers, der auf der letzten Tour der (etwas älteren) Reisegruppe auf seinem Beifahrersitz blieb, obwohl der Emdener wegen der mangelnden Beinfreiheit hinten schon angeblich eine Sehnenscheidenentzündung und „Knoten in die Beine“ im Knie bekam. Allerdings war eine Erleichterung auf Grund unseres Gefährtes zu merken, da der Toyota-Bus benutzt wurde und nicht der „Schweinelaster“ einer gestrigen Tour, sowie dass nun auch „zwei knackige Jungspunde“ ;) mitfuhren.
Die Gondelfahrt in den Regenwald in das „Dorf“ Kuranda war eher mau, da dieses „Dorf“ eine zivilisierte Stadt ist und grundsätzlich Souvenirs, Essen und Trinken oder Besichtigungen von Schmetterlingen, Koalas und gefährlichen Tieren an die Touristen verkauft. Eher ansehnlicher waren die von uns selbst geführte Regenwaldstrecke durch einen kleinen befestigten Weg und der spätere Besuch einer Aborigines-Tanzaufführung und dem Werfen von Speeren und Bumerangs. Zusätzlich erfuhren wir zahlreiche Informationen und Fakten von Ludwig, der seit zwanzig Jahren in Queensland lebende Bayer. So waren Bumerang und Speer nur Kriegswaffen und keine Jagdwaffen (anders als viele Legenden und teilweise Aborigines heute behaupten) und die klassischen Bumerangs konnten damals nicht zurückfliegen wie es die heutigen, erst seit den Europäern modifizierten, können.
Mit diesem zum Teil dogmenbrechenden Infos wurden wir nach der Zugfahrt durch den Regenwald nach Hause gebracht.

2 Kommentare:

  1. moritz lass aber bitte auf zukünftigen bildern die cap weg =D . carsten und ich (robert) haben eindeutig abgestimmt dass wir sie auf deinem kopf nicht besonders mögen.

    mfg robert =)

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  2. Seid ihr im Regenwald den von mir so gefürchteten Spinnen ins Netz gegangen bzw. habt ihr welche entdeckt...??? Uuuuaaaah :)
    Liebe Grüsse
    ich glaub Morten weiss schon von wem... ;)

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