12.06.09

Sydney wie es leibt und lebt

Die größte Stadt Australiens profitiert, wie eigentlich das ganze Land, von seinen riesigen Weiten und Möglichkeiten. So macht nicht gerade das Zentrum selber die Größe aus, sondern die vielen Vororte und -Städte zusammen bilden den weltbekannten Namen Sydney. Die einfach sympathische olympische Stadt verbindet alle seine Orte und Städte mit dem City-Train, mit der auch wir morgens neben den Pendlern aus unserer Unterkunft nahe Seven Hills ins Zentrum fahren und am Abend mit dem Feierabendverkehr wieder zurück. Somit erleben wir zum ersten Mal unserer Reise auch das eigentlich Leben einer Stadt und fühlen uns mittendrin zwischen Schülern in Uniform, Banker in Anzug und Straßenmeister in Weste. In der Stadt selber, auf den abgelegenen Straßen herrscht allerdings eher leere, da die Touristen Sydney nicht wirklich mit dem Bodenfrost erleben möchten, wie wir es am heutigen Tag erlebt haben. Aber diese Low-Season macht uns gerade das Erkunden dieser Stadt so leicht und angenehm. So erlebten wir heute in angenehmer Ruhe das Wild-Life, ein Museum und Zoopark, der uns die bisher nicht gesehenen aber typischen australischen Tiere zeigte. Neben den Koalas, Kängurus, jeder Menge Federvieh und Schmetterlingen waren auch die giftigen Exemplare von Spinnen und Schlangen vor Ort. Da man beim Anblick einer Schlange in freier australischer Wildbahn sich zu 65% sicher sein kann, dass diese giftig oder gar tödlich ist, kann man sich vorstellen, dass Australien davon auch eine Menge zu bieten hat. Und wenn man schon Mal auf einem solchem Kontinent ein Museum dieser Art eröffnet, kann man neben den Schlangen das heimattypische gefährliche Süßwasserkrokodil präsentieren, was neben der größten Kakerlake der Welt und dem gefährlichsten achtbeinigen Tier seiner Art und Motten in Golfballgröße allerdings kaum noch heraussticht.

Nach diesem Programmpunkt war dann der Fernsehturm dran, der als höchstes Gebäude der Stadt einen umwerfenden Ausblick auf die wohl schönste Hafenstadt der Welt ermöglicht. Mit René, der uns auch auf den Tower begleitete, sahen wir ebenfalls die gezeigten animierten Videoclips, die mit Spiegeltechnik Schauspieler in Größe von Barbiepuppen in kleine modellierte Bühnen beamten und somit für das Publikum eine köstliche Illusion darstellte.

Am Abend gingen wir dann mit vielen meiner australischen Verwandten italienisch Essen, was vor allem für Deutsche etwas Amüsantes bedeutet, da man seinen Alkohol meistens selber mitnimmt und Wasser umsonst an den Tisch serviert bekommt. Und nachdem man Erfahren hat, dass man am Vortag bereits bei Spaghetti Bolognese nicht das gewohnte Rinderhack sondern Känguru-Fleisch verzehrte sind auch gänzlich alle Hüllen des Abstandes zu exotischerem Essen gefallen und man ist gespannt was uns die nächsten Tage noch auf den Tisch kommt.

3 Kommentare:

  1. Ha... jetzt hast du wohl doch ungewollt das Känguru gegessen... Hat es denn gut geschmeckt?! ;)

    AntwortenLöschen
  2. Ich weiß nun nicht an wen die Frage gestellt wurde, aber ich antworte mal für beide. Es hat so lecker geschmeckt, dass wir beide heute abend gleich nochmal bewusst zugegriffen haben ;)

    AntwortenLöschen
  3. hab ich doch gesagt... ich bins morten, Wiebke. Hab Moritz schon vor der Reise gesagt, er solle es essen, weil es so lecker schmeckt. Dann meinte er nur ihhh, ähhh das könne er nicht. Und nun hat ers gegessen :) hehe...

    AntwortenLöschen